Phytotherapie

plunger-317748_640Als Phytotherapie bekannt ist die Behandlung von kranken Personen mit Pflanzen. Die Phytotherapie ist in beinahe allen Kulturen ein zentraler Stützpfeiler der Heilkunde. Dazu verwendet werden Blüten, Wurzeln und manchmal auch die ganze Pflanze. Die Zubereitung erfolgt meistens als Tee, Tinktur (in Alkohol eingelegt) oder gelegentlich als frischgepresster Saft. Natürlich kann in der Küche wunderbar Phytotherapie betrieben werden. Verschiedene alternative Heilpraktiken versuchen ebenfalls, Pflanzen als Heilmittel einzusetzten, ohne dass sie zur klassischen Phytotherpie gehören: Homöopathie, Bachblüten oder die Spagyrik.

garlic-139660_640Im Mittelalter wurden von Klosterfrauen und Mönchen alle möglichen Pflanzenbestandteile intensiv zur Heilung, Kräftigung und Erhaltung der Gesundheit eingesetzt. Jedes noch so kleine Kloster hatte seinen Kräutergarten und eine Apotheke. Diese Kultur hat sich bis in die Neuzeit erhalten. Ein berühmter Vertreter war nebst Sebastian Kneipp auch Paracelsus, der die Spagyrik begründete.

Die Wirksamkeit der Phytotherapie ist gut belegt. Viele synthetische Medikamente haben pflanzliche Vorbilder. So war zum Beispiel die Silberweide (Salix Alba) Vorbild für den Wirkstoff des Aspirins.

laurel-272961_640Die moderne Phytotherapie bedient sich zusätzlich zu den klassischen Tees, Tinkturen und Pressäften auch – falls nötig – an Trockenextrakten, die eine viel höhere Wirkstoffkonzentration ermöglichen.